Dissertationen

Dissertationen sind die wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen eines Doktoratsstudiums. Durch sie zeigt die/der Studierende, dass sie/er selbstständig wissenschaftliche Fragestellungen bewältigen kann.

Je nach Fach beschäftigt sich eine Dissertation entweder theoretisch mit einem Thema oder beschreibt und interpretiert empirisch/experimentell gewonnene Erkenntnisse. Die Dissertation muss im Regelfall neue Erkenntnisse zu dem gewählten Gegenstand enthalten und methodisch einwandfrei sein. Zur Textmenge einer Dissertation gibt es an der Universität Wien keine generellen Vorschriften. Nähere Bestimmungen über Betreuung und Beurteilung von Dissertationen sind in der Satzung festgelegt.

DoktorandInnen, die bis inklusive Sommersemester 2009 ein zweijähriges Doktoratsstudium begonnen haben, können dieses bis längstens 30. November 2017 abschließen.

Betreuung

Zur Betreuung und Beurteilung von Dissertationen sind berechtigt:

  • UniversitätsprofessorInnen: Betreuung/Beurteilung
  • Habilitierte MitarbeiterInnen: Betreuung/Beurteilung
  • Assoziierte UniversitätsprofessorInnen: Berechtigung zur Betreuung jener Dissertationen, deren Finanzierung sie selbst auf Grund internationaler Begutachtung und kompetitiv eingeworben haben.
  • Angehörige des wiss. Personals mit Doktorat: Berechtigung zur Betreuung jener Dissertationen, die aus der Exzellenzförderung des European Research Council, des START- und Wittgensteinpreises oder der Förderung "Junior Group Leader" des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) finanziert werden.
  • Nach Anhörung der FachvertreterInnen auch Heranziehung von Personen mit einer Lehrbefugnis oder gleichwertigen Qualifikation an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung oder einer den Universitäten gleichrangigen Einrichtung zur Betreuung/Beurteilung.

Grundlage für die Genehmigung des Dissertationsthemas der/des DoktorandIn ist das Exposé, das die Eckpunkte des Dissertationsvorhabens inklusive eines Arbeitsplans beinhaltet und im Rahmen der öffentlichen Präsentation an der Fakultät vorgestellt wird. Die Einreichung des Exposés sowie die Vorstellung des Vorhabens im Rahmen der öffentlichen Präsentation sollten spätestens bis Ende des ersten Studienjahres des Doktoratsstudiums erfolgen.

Die Studienprogrammleitung entscheidet auf Basis des Exposés, dessen öffentlicher Präsentation und einer etwaigen schriftlichen Stellungnahme des Doktoratsbeirates über die Genehmigung des Dissertationsvorhabens und die Betreuung.

Verpflichtende jährliche Fortschrittsberichte fassen die Ergebnisse und erbrachten Leistungen des Vorjahres zusammen und konkretisieren die nächsten Schritte für das kommende Jahr. Die Dissertationsvereinbarung und die Fortschrittsberichte müssen von den DoktorandInnen am jeweiligen SSC eingereicht werden.

Mitbetreuung

Wenn das Thema einer Dissertation und die Betreuung genehmigt worden sind, so kann die/der BetreuerIn der/dem Mitglied im Leitungsteam der Fakultät oder des Zentrums mit der Zuständigkeit für den Geschäftsbereich Lehre eine Mitbetreuung vorschlagen durch eine/n

  • assoziierte/n UniversitätsprofessorIn
  • AssistenzprofessorIn gemäß § 27 Abs. 5 Kollektivvertrag
  • MitarbeiterIn mit Doktorat, der/die Drittmittel für die Anstellung des Studierenden zur Bearbeitung des Themas unter Einbeziehung einer internationalen Begutachtung (beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung oder bei der Europäischen Kommission) eingeworben hat.

Die/der MitarbeiterIn, die/der Studierende und die/der BetreuerIn legen die Grundlagen der Zusammenarbeit fest und überprüfen in regelmäßigen Abständen den Fortschritt der Dissertation. Die/der VizedekanIn für Lehre kann sich über den Fortschritt informieren und die Mitbetreuung aus wichtigen Gründen widerrufen.

Beurteilung

Dissertationen werden nach Einreichung von der/dem Studienpräses im Einvernehmen mit der/dem StudienprogrammleiterIn zumindest zwei BeurteilerInnen zugewiesen, die von der/dem BetreuerIn verschieden sind. DoktorandInnen können gemeinsam mit den BetreuerInnen einen Dreiervorschlag bezüglich möglichem/r GutachterIn einreichen. Auf Wunsch des/der DoktorandIn kann auch der zuständige Doktoratsbeirat Vorschläge machen.

Eine/n BetreuerIn als BeurteilerIn heranzuziehen, ist in begründeten Einzelfällen ausnahmsweise möglich. In diesem Fall ist jedenfalls auch die Beurteilung durch eine fachlich entsprechend ausgewiesene externe Person vorzusehen.

Jede/r BetreuerIn ist berechtigt, innerhalb von höchstens vier Monaten eine Stellungnahme zur Arbeit abzulegen, die den BeurteilerInnen zur Kenntnis zu bringen ist. Wurden zwei BeurteilerInnen herangezogen und beurteilt eine/einer der beiden die Dissertation negativ, so hat die/der Studienpräses eine/n weitere/n BeurteilerIn heranzuziehen.

DoktorandInnenzentrum

Das DoktorandInnenzentrum bietet allen DoktorandInnen ein vielfältiges Unterstützungsangebot (Beratung, Veranstaltungen, etc.), unter anderem ein umfangreiches Kursangebot zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen. Das Spektrum der Kurse reicht dabei von Workshops zur Erstellung eines Exposés bis zu Academic Writing und Projektmanagement.

Website DoktorandInnenzentrum